Startseite & Einleitung

Hör dir unsere kurze Einführung als Podcast an:
Willkommen bei der offiziellen Richtlinie für die deutsche Übersetzung von Drupal!
Diese Dokumentation richtet sich an alle, die uns dabei unterstützen möchten, Drupal im DACH-Raum noch erfolgreicher, zugänglicher und professioneller zu machen. Egal, ob du das Kernsystem (Core) oder Zusatzmodule (Contrib) auf unserem lokalen Übersetzungsserver (localize.drupal.org) übersetzt – hier findest du alle Spielregeln.
Warum brauchen wir diese Richtlinie?
Drupal so zu übersetzen, dass sich Einsteiger, Redakteure und komplexe Enterprise-Teams gleichermaßen wohlfühlen, ist eine Kunst für sich. Da bei uns im Open-Source-Umfeld glücklicherweise jeder mitarbeiten kann, prallen oft unterschiedlichste Stile und Schreibweisen aufeinander.
Damit das Backend für den Endanwender am Ende nicht wie ein Flickenteppich aussieht, haben wir diese gemeinsamen Leitplanken definiert. Sie garantieren, dass unser Projekt DE eine einheitlich hohe Qualität behält, auch wenn die Community stetig wächst. Kurz gesagt: Diese Richtlinie sorgt dafür, dass wir alle an einem Strang ziehen!
Tools & Links auf einen Blick
- Chat & Austausch: DrupalChat.eu (#drupal-german)
- Die Quelle der Wahrheit: Unser Wörterbuch & Glossar
- Unsere Werkbank: Der Übersetzungsserver (localize.drupal.org)
- Bug-Tracking & Diskussionen: Ticketsystem der deutschen Übersetzung (Issue-Queue)
Willkommen im Team
Ob du gerade deinen ersten String auf Localize übersetzt oder schon seit Jahren komplexe Custom-Module baust – grandios, dass du hier bist! Bevor wir in die Details der Übersetzungsregeln eintauchen, lass uns kurz darüber sprechen, warum deine Arbeit hier so extrem wichtig ist.
Warum machen wir uns eigentlich die Mühe, eine gigantische Software wie Drupal komplett ins Deutsche zu übersetzen? Wir sind doch ohnehin alle in der Tech-Welt unterwegs, wo Englisch der Standard ist, oder?
Die Realität sieht anders aus: Eine exzellente deutsche Übersetzung ist für den Erfolg von Drupal im DACH-Raum geschäftsentscheidend.
Dabei geht es erst einmal weniger um klassische technische Barrierefreiheit (wie Screenreader-Optimierung oder ARIA-Labels). Es geht um mentale Zugänglichkeit und die drastische Reduzierung der sogenannten kognitiven Belastung (Cognitive Load).
Stell dir vor, du bist Content-Manager, Marketing-Spezialist oder Sitebuilder und arbeitest acht Stunden am Tag im Drupal-Backend. Selbst wenn dein Englisch hervorragend ist, muss dein Gehirn bei einer fremdsprachigen UI jede Aktion unbewusst "mitübersetzen". Das kostet über den Tag verteilt massiv Energie. Eine native, muttersprachliche Oberfläche schaltet diesen Hintergrundprozess einfach ab. Die Software fühlt sich auf einen Schlag intuitiver, flüssiger und "leichter" an. Der Kopf bleibt frei für die eigentlichen Aufgaben.
Für Entwickler und Agenturen ist genau dieser Punkt ein echter Gamechanger bei der Übergabe von Projekten. Wenn wir unseren Kunden ein System präsentieren, das konsequent "ihre Sprache" spricht, sinkt die empfundene Komplexität der Software enorm.
Das ist kein Bauchgefühl, sondern harte Business-Realität. Die groß angelegte Langzeitstudie "Can't Read, Won't Buy" von CSA Research (eine gute Zusammenfassung der Kernpunkte findest du bei Bromberg & Associates) belegt branchenübergreifend: User meiden digitale Umgebungen, die sie nicht zu 100 % in ihrer Muttersprache erfassen können. Ein Denglisch-Mischmasch im Backend suggeriert Unreife und Komplexität. Eine makellose deutsche UI hingegen strahlt Vertrauen und Professionalität aus – genau das, was Unternehmen von einem Enterprise-CMS erwarten.
Jedes Mal, wenn du hier einen Begriff treffend übersetzt, bastelst du also nicht nur an Wörtern herum. Du baust Barrieren ab, linderst die Frustration von Anwendern und sorgst aktiv dafür, dass Drupal in Agenturen, Redaktionen und Unternehmen angenommen und geliebt wird.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich Drupal auf Deutsch so richtig gut anfühlt. Hier sind unsere Spielregeln für eine konsistente und starke Übersetzung.